Die Grünen Ziviltechniker im Walddialog

Ziel des Walddialogs war es, eine konsensuale Grundlage für ein zukünftiges Österreichisches Waldprogramm zu schaffen. Über 80 Organisationen haben am Walddialog Interesse gezeigt, mitgearbeitet haben 20 Organisationen und aktiv die Ergebnisse mitgestaltet.

Die Bundesfachgruppe für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Biologie hat jeweils einen Vertreter für die drei vorgesehenen Fachmodule entsendet: Christian Klenkhart: Waldschutz – Schutzwald, Markus Sommerauer: Wirtschaft, Clemens Neuber: Wald – Umwelt – Gesellschaft sowie Teilnahme am Runden Tisch als Vertreter der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten.

Die Bundesfachgruppe hat die Plattform des Walddialoges als eine Chance gesehen, die generelle aber auch branchenspezifische Wahrnehmung des Standes der Ziviltechniker deutlich zu erhöhen und darüber hinaus die Linie der Bundesfachgruppe im Hinblick auf die Berufsausübung im zukünftigen Waldprogramm Österreichs zu etablieren.

Dazu war es notwendig, in jeder der anberaumten Sitzungen präsent zu sein und im Dialog mit den übrigen Akteuren Standpunkte zu vertreten. Die Organisation des Walddialoges wurde von der Forst-sektion des BM:LFUW sehr professionell durchgeführt und war trotz der teils sehr emotional geführten Diskussionen zielgerichtet und ergebnisorientiert.

Der Prozess gliederte sich in mehrere Schritte:

  1. Definition der Handlungsfelder
  2. Definition der Ziele: Die Bundesfachgruppe konnte hier einige Ziele akkordieren, wobei auf dem Ziel 50 "Ausbau und aktive Unterstützung des internationalen Know-how und Technologietransfers betreffend nachhaltiger Waldbewirtschaftung in den Bereichen Verwaltung, Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie im Rahmen internationaler wirtschaftlicher Aktivitäten" besonderes Augenmerk gelegt wurde.
  3. Definition der Maßnahmen: Die Vorgaben zur Definition von Maßnahmen waren, dass sich zumindest drei Akteure an der Maßnahme zu beteiligen haben und das Resultat der Maßnahme mittels Indikatoren (Sollgrößen) messbar sein muss. Die Vertreter der Bundesfachgruppe haben sich daraufhin mit ÖBf Consulting und mit der Forstsektion des BM:LFUW auf folgende gemeinsame Maßnahme zum Ziel 50 geeinigt: Aufbau einer österr. Bündnisplattform zur Stärkung des forst- und holzwirtschaftlichen Know-how-Transfers in bestmöglicher Kooperation mit finanzgebenden Einrichtungen (z.B. Welt-bank, Austrian Development Agency,…) In einer Dringlichkeitsreihung schaffte es die von der Bundesfachgruppe initiierte Maßnahme zum internationalen forst- und holzwirtschaftlichen Consulting unter die ersten drei Ränge und wurde zusätzlich von den Organisatoren des Walddialoges als "best practice Maßnahme" nominiert.
Damit wird die Maßnahme der Bundesfachgruppe zu einem fixen Bestandteil des zukünftigen Waldprogramms Österreichs.

Wie ist diese Maßnahme nun aus der Sicht der Ziviltechniker zu sehen? Wie im Anhang dieser Nachricht zu lesen, sieht die Bundesfachgruppe ein breites und lukratives Ar-beitsfeld in internationalen forst- und holzwirtschaftlichen Tätigkeiten für österreichische Ziviltechniker. Die Bundesfachgruppe will hier im Zuge der Walddialog-Maßnahme gemeinsam mit jenen Organisationen in Österreich, die einerseits über enormes internationales Know-How verfügen (BM:LFUW) und andererseits bereits im operativen Geschäft tätig sind (ÖBf AG Consulting) eine Plattform aufbauen, um allen Beratern aus dem Bereich der Forst- und Holzwirtschaft, die im internationalen Geschäft Fuß fassen wollen, einen Einstieg bzw. eine Plattform zur Offerierung ihrer Leistung zu bieten. Die Bundesfachgruppe lotet zur Zeit Kooperationsmöglichkeiten mit der Arbeitgemeinschaft Planungs- und Beratungsexport (http://www.p-b-export.at ), die ebenfalls Ziviltechniker in ihrer internationalen Tätigkeit unterstützt, aus.

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